Der mp3-Spieler von Sony kann Baden gehen. Das Gerät ist wasserdicht. Bei den Schwimmohrstöpseln leidet allerdings der Klang. Den Sony NWZ-W273S/274S gibt es ab 79 Euro. Was er taugt, zeigt der Schnelltest.
Im Schwimmbad Bahnen ziehen, das wird schnell langweilig. Wenn der Bademeister nicht die Musik in der Schwimmhalle anwirft, kann der Sportler seine eigene Musik hören – zumindest, wenn der mp3-Spieler wasserdicht ist. So wie Sonys NWZ-W273S/274S. Schwimmbad, Schweiß oder Schnee können ihm nichts anhaben. Der Musikspieler hält nicht nur Spritzwasser, sondern auch längeres Untertauchen aus. Mit dem Player im Smartphone klappt das nicht zum Test Smartphones.
Der Sony NWZ-W273S/274S ist ein mp3-Spieler, der in die In-Ohr-Kopfhörer eingebaut wurde. Kopfhörer und Musikspieler sind also ein integriertes Gerät, das direkt auf den Ohren sitzt. Die beiden Ohrteile sind über ein Nackenband miteinander verbunden, ansonsten kommt der Musikspieler ohne Kabel aus. Sony wirbt mit der Bewegungsfreiheit und preist das Gerät als Sport-mp3-Spieler an. Allerdings gibt es durch diese Bauweise auch kein Display. Die Steuerung erfolgt stattdessen direkt an den etwas größeren Ohrteilen des Hörers. Hier sitzen die Elektronik und der Akku sowie die Knöpfe des Gerätes. Diese sind recht klein, Pieptöne oder Ansagen auf Englisch führen den Nutzer aber gut durch das Menü. Jeder Knopfdruck wird allerdings über den Stöpsel auch direkt auf das Ohr übertragen. Das kann etwas unangenehm sein. Mit etwas Geschick findet der Nutzer aber einen Weg, den Druck zu verringern.
Der mp3-Spieler wird mit zwei verschiedenen Sets von Ohrstöpseln geliefert: Normale und wasserdichte Aufsätze, beide jeweils in vier verschiedenen Größen. Mit den normalen Ohrstöpseln überzeugt der Spieler mit einem ausgewogenen Klang und ordentlichem Tragekomfort. Die Aufsätze halten Spritzwasser aus, der Schweiß darf dem Sportler also laufen.
Wasserratten müssen die normalen Ohrstöpsel gegen die Schwimmaufsätze tauschen, um Baden gehen zu können. Diese sind mit einer Membran geschützt und halten bis zu zwei Meter Tiefe aus. Der Schutzfilm hält aber nicht nur Wasser zurück, sondern leider auch den Klang. Dadurch sind die Schwimmohrstöpsel zum einen wesentlich leiser als die normalen. Dies kann aber mit ein wenig Druck auf die Lautstärkehebel ausgeglichen werden. Zum anderen verändern sie auch den Klang. Die Musik klingt eher dumpf, blechern und verfärbt. Außerdem drücken die wasserdichten Stöpsel im Ohr mehr als die normalen Hörer, wodurch sie aber auch fester sitzen.
Einen festen Sitz hat der Musikspieler auch in der Docking-Station. Das ist das mitgelieferte Ladegerät, in das die Kopfhörer eingehängt werden. Nach einer Stunde Laden läuft der mp3-Spieler etwa acht Stunden. Er kann Dateien im mp3-, wma-, aac- und wav-Format abspielen. Die Lieder werden über den Computer einfach auf das Gerät kopiert. Sonys Gerät gibt es mit zwei verschiedenen Speichergrößen. Der NWZ-W273S für 79 Euro besitzt vier Gigabyte internen Speicher, das Modell 274S für 99 Euro bietet acht Gigabyte Platz.
Wer im Wasser unbedingt Musik hören möchte, für den ist der Sony NWZ-W273S/274S eine Option. Die Schwimmer sollten allerdings keinen sehr großen Wert auf guten Klang legen. Denn die schützenden Membran auf den Schwimmohrstöpseln lässt die Musik blechernen klingen. Im normalen Gebrauch überzeugt dagegen der Klang mit dem Standard-Ohrstöpsel. Zusätzlich ist die kabellose Bauart für Sportler recht praktisch.
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